Stolz

2.Chronik 26v16 (Elberfelder)
Usija: „Und als er mächtiger geworden war, wurde sein Herz hochmütig, bis er verderblich handelte.“

2.Chronik 28v22
Ahas: „Und in der Zeit seiner Bedrängnis, da handelte er noch treuloser gegen den HERRN…“

Stolz trotz Sicherheit
Usija war zu Beginn seiner Regentschaft ein richtig guter König. Er suchte Gott und der schenkte ihm Erfolg. Die Feinde brachten Usija Geschenke und sein Einfluss in der Region wurde immer größer. Als er Jerusalem zu einer Festung ausgebaut hatte war seine Regentschaft vor äußeren und inneren Feinden gesichert. In diesem Moment übernimmt sich Usija. Er wird überheblich und geht in den Tempel, um am Altar Gott zu opfern. Er wollte nicht nur die politische Macht haben, sondern auch die religiöse. Er wollte eine kultische Handlung vollziehen, die nur dem Priester zustand. Der Priester Asarja weist ihn zurecht, aber Usija lässt sich nicht bremsen. Daraufhin schlägt ihn Gott mit Aussatz. Usija wird hochmütig, weil er mit dem Erfolg nicht umgehen kann. Er akzeptiert keine Grenzen mehr und lässt sich nicht mehr zurechtweisen. Erfolg schützt nicht vor Hochmut.

Stolz trotz Schwierigkeiten
Ganz anders ergeht es Ahas. Ahas ist ein schrecklicher Herrscher, der heidnischen Bräuchen folgte und nicht einmal davor zurückschreckte, seine Söhne zu verbrennen. Gott ermahnt ihn mehrmals und als er nicht darauf hörte, zog Gott seinen Schutz von Juda ab. Gott ließ es zu, dass die Philister und Edomiter Juda bedrängten und Teile des Landes eroberten. Aber Ahas ließ sich nicht ermahnen, sondern verhärtete sein Herz und wurde in seinem Handeln immer überheblicher. Er opferte fremden Göttern, zerschlug die heiligen Geräte und schloss die Türen zum Tempel. Ahas wurde hochmütig, obwohl es ihm äußerlich schlecht ging. Er verhärtete sein Herz und ließ sich nicht ermahnen. Probleme schützen nicht vor Hochmut.

Beide Könige widerlegen die These, dass es von den Umständen abhängt, ob ich Gott folge oder ob ich überheblich werde und ihn verlasse. Manche Leute meinen, dass man Gott demütig folgen würde, wenn man Erfolg hat und wenn es einem gut geht. Andere Leute meinen, dass man Gott folgen würde und demütig bliebe, wenn man in Schwierigkeiten wäre und Gott nötig hätte. Aber beide Umstände garantieren nicht, dass man sich demütig an Gott hält. Am Ende ist es unsere Herzenshaltung, die im Erfolg in Dankbarkeit an dem Herrn hängt und in der Bedrängnis sich tatsächlich an Gott wendet und nicht in Verbitterung und Selbstgerechtigkeit hochmütig wird.