Klostermühle Das Wort zum Monat Stille Erkenntnis

Stille Erkenntnis.

Lukas 9v20,21
„Jesus aber sprach zu ihnen: Wer sagt ihr aber, dass ich sei?
Da antwortete Petrus und sprach: Du bist der Christus Gottes.
Jesus aber gebot ihnen, dass sie das niemand sagen sollten.“

Dieser Text macht mich immer wieder perplex. Petrus hat endlich die richtige Erkenntnis und ein klares Bekenntnis, und dann verbietet Jesus ihm den Mund. Warum verbietet Jesus dieses freie Bekenntnis?

Bekenntnis – nicht Public Relations. Jesus freut sich, dass Petrus diese Erkenntnis hat, verbietet aber damit zu hausieren. Jesus ist dankbar, über Petrus´s Bekenntnis, möchte aber nicht, dass Petrus für ihn Wahlkampf macht. Es geht Jesus nicht um Reklame, Propaganda, Presse und Public Relations.

Stille Erkenntnis – nicht lautes Trommeln. Jesus erwartet, dass der Mensch von der leisen Stimme des Heiligen Geistes bewegt wird. Er erwartet, dass der Mensch eine persönliche Gottesbeziehung hat und nicht, dass er sich in den „Fackelzug“ der Mächtigen einreiht.

Offenbarung – nicht Überredung. Jesus möchte, dass die Menschen vom Vater überführt werden, und nicht, dass Menschen manipuliert werden. Jesus erwartet geistliche (pneumatische) Berührung und nicht seelische (psychologische) Bewegung. Jesus erwartet, dass seine Jünger aus Glauben folgen.

Anbetung – nicht Wahlkampagne. Jesus möchte, dass sich die Erkenntnis im Herzen der Zuhörer verbreitet und nicht durch eine große geplante Kampagne. Er ist kein Politiker, der gewählt werden möchte, sondern der Heiland, dem Anbetung zusteht. Er ist kein Verkäufer, der ein Produkt vermarktet, sondern der Retter, der Leben spendet.

Entscheidend ist der Zeitpunkt dieser Ermahnung. In der Zeit seines irdischen Wandels möchte er keine Marktschreier um sich rumhaben. Nach seiner Auferstehung vom Tod und seiner Himmelfahrt verändert sich der Auftrag. Nun sollen die Jünger, in der Kraft des Heiligen Geistes, Boten sein und Jesus öffentlich bekennen. Nun sollen sie der ganzen Welt sagen, dass Jesus der Messias ist. „Gehet hin in alle Welt, machet zu Jüngern, taufet und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.“ Matt. 28v18-20. Aber auch hier gilt:

Ein klares Bekenntnis geht vor künstlicher Aufmerksamkeit.

Erkenntnis vor Reklame.

Überführung vor Überredung.

Die sanfte Stimme des Heiligen Geistes vor dem Lärm der Propaganda.