Klostermühle Das Wort zum Monat Nicht Durch Kraft – Sondern Durch Geist

Nicht durch Kraft – sondern durch Geist

Sacharja 4v6
„Das ist das Wort des HERRN an Serubbabel: Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth.“

 

Israel ist in einer misslichen Lage. Es ist zu einem kleinen Stamm zusammengeschrumpft und hat gerade 70 Jahre Exil hinter sich. Nun ist ein kleiner Teil dieses zerstreuten Israels aus der Verbannung in Babylon zurückgekehrt und versucht mit wenigen Mitteln und kleiner Kraft die Provinz Juda wiederaufzubauen. Unter dem Anführer Serubbabel wird zuerst der Altar im Tempelbezirk wiedererrichtet und die Gottesdienste werden wieder aufgenommen. Aber bald schon kommt der erste Elan zum Erliegen. Die Kräfte schwinden, der Mut sinkt. Die Arbeiten am Tempel kommen zum Stillstand. Die Schutzmauer um Jerusalem ist noch nicht wiederaufgebaut und feindliche Völker treiben ihren Spott mit den Verantwortlichen. Sie machen politisch Druck und drohen mit Krieg. In diese Not hinein ermutigt Gott sein Volk durch den Propheten Sacharja und lässt ausrichten, dass das Volk sich nicht durch die äußere Drohkulisse einschüchtern lassen soll. Gott wird seinem Volk beistehen und der kleine Rest Israels wird sich wiederaufrichten. Dies würde nicht mit einer ausländischen militärischen Armee, noch aus eigener Kraft und Engagement gelingen, sondern allein durch Gottes Geistes Wirken.

Gott wirkt. Gott ist stärker als jede Armee. Er ist mächtiger, als jeder menschliche Einfluss. Seine Kraft ist real: Sie kann Berge versetzen, Völker vertreiben, Armeen in die Flucht schlagen, Israel wiederversammeln. Was Gott will, das wird passieren. Was Er verspricht, wird Er ausführen. Was in Gottes Augen zählt, muss geistlich errungen werden. Da hilft keine menschliche Kraft, kein wirtschaftlicher Masterplan, keine militärische Invasion. Gottes Geist ist die treibende Kraft allen Lebens. Durch Gottes Geist wird der Tempel wiederaufgebaut, die Stadt errichtet und Juda wiederhergestellt.

Es ist von größter Wichtigkeit zu erkennen, dass all unser menschliches Wirken nur kurzzeitig und vordergründig ist. Wenn wir ohne Gott wirken, wirbeln und wuseln, wird alles vergehen. Aber alles, was der Geist wirkt, bleibt wahrhaftig. Alles, was in Gottes Reich von Bedeutung ist, muss vom Geist gewirkt sein. Also geht es darum, vom Geist getrieben zu werden, auf Gottes Geist und Wegweisung zu achten und vom Geist erfüllt zu sein. Gottes Geist wirkt Bleibendes. So heißt es im Choral: Befiehl du deine Wege:

„Weg hast du allerwegen, an Mitteln fehlt dir´s nicht, dein Tun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht, dein Werk darf niemand hindern, dein Arbeit darf nicht ruhn, wenn du was deinen Kindern ersprießlich ist wirst tun.“