Klostermühle Das Wort zum Monat Neuer Mut der Halbzeit

Neuer Mut in der Halbzeit.

Nehemia 3v38
„Aber wir bauten die Mauer und schlossen sie bis zur halben Höhe. Und das Volk gewann neuen Mut zu arbeiten.“

Nehemia 6v3
„Ich aber sandte Boten zu ihnen und ließ ihnen sagen: Ich habe ein großes Werk auszurichten, ich kann nicht hinabkommen; es könnte das Werk liegenbleiben, wenn ich die Hand abtäte und zu euch hinkäme.“

Auf dem Weg mit Jesus gibt es unterschiedliche Etappen. Man fängt vielleicht zaghaft an oder stürmt mutig voran. Dann kommen Schwierigkeiten und Probleme, die einen aufhalten oder kurz zurückwerfen. Danach wiederum gibt es Erfolge und Ermutigungen, die einen vorwärtsbringen und Freude bereiten. Und dann gibt es die Lebensphase, wo man in der Mitte seines Lebens angekommen ist und innehält und Umschau hält. Man ist schon so weit gekommen. Jetzt gibt es kein Zurück. Man geht nun mehr auf das große Finale zu.

Nehemia war an so einem Punkt in seinem Leben angekommen. Er hat sich nach seiner Rückkehr nach Judäa in den Trümmern Jerusalems zaghaft umgeschaut und einen mutigen Plan gefasst: Er will die Stadtmauern wiederaufbauen, die Stadt sichern und wieder lebenstauglich machen. Nach Jahren der Arbeit und Anfechtungen hat er es geschafft, die Mauer bis auf die halbe Höhe hochzuziehen. Ein kurzer Moment der Reflektion und dann geht es voller Elan weiter. Sein Volk bekommt neuen Mut, sie sind voller Begeisterung bei der Arbeit. Das Ziel steht ihnen vor Augen. Als Nehemia in dieser Phase von den Feinden irritiert und verunsichert werden soll, um in der Arbeit nachzulassen, wischt er ihr Ansinnen kurzerhand zur Seite. Er kann sich nicht auf Nebenschauplätzen tummeln, wenn er eine große Arbeit zu Ende bringen soll. Er bleibt fokussiert und lässt sich nicht verunsichern.

Ich bete, dass auch wir in der Mitte unseres Lebens und in der Hälfte unserer Projekte nicht mutlos werden, sondern Kraft gewinnen, stark und zuversichtlich am „Hause des Herrn“ zu arbeiten. Möge der Herr uns davor bewahren, auf Nebenschauplätze zu gelangen und die Zeit zu vergeuden. Wir wollen fokussiert bleiben und uns nicht ablenken lassen von der eigentlichen Aufgabe unseres Lebens und von unserer Berufung. Wir wollen eifrig an dem Missionsauftrag Jesu (Matthäus 28) festhalten. Wie Paulus schreibt:

„Darum meine lieben Brüder und Schwestern, seid fest, unerschütterlich und nehmt immer mehr zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn.“ 1.Korinther 15v58