Klostermühle Das Wort zum Monat Gott Baut Sein Reich

Gott baut Sein Reich

1. Könige 8v15 Ein Gebet Salomos.

„Gelobt sei der HERR, der Gott Israels, der durch seinen Mund meinem Vater David zugesagt hat und es durch Seine Hand erfüllt hat.“

Das Ende dieses Verses kann man auf zweierlei Art und Weise lesen. Der HERR hat es durch „seine, des Davids Hand, erfüllt“  oder Gott selbst hat „durch Seine eigene Hand erfüllt“, was er zuvor versprochen hat.

Gott hat durch David gewirkt.
Die erste Variante betont, dass David mit Gottes Hilfe sein Reich aufbauen durfte, Jerusalem als Hauptstadt etablieren konnte und die Voraussetzungen für den Tempelbau vorantreiben durfte. Gott erfüllt, mit Beteiligung Davids, was Er zuvor versprochen hat.

Gott hat an David gewirkt.
In der zweiten Lesart ist Gott selbst die dominierende Person. Gott schenkt David viele Verheißungen und er verspricht sie nicht nur, sondern erfüllt sie auch. Gott gründet das Reich, Er erwählt Jerusalem, Er baut den Tempel und er etabliert mit David eine neue Königslinie. Der HERR handelt an David und wirkt für ihn.

Gott wirkt.
Egal auf wen sich das Personalpronomen „Seine“ bezieht, auf Gottes Hand oder auf Davids Hand, so gilt doch in beiden Fällen, dass Gott die entscheidende Person ist. Es variiert alleine die Gewichtung der Beteiligung Davids am Handeln Gottes. Die gleiche Aussage finden wir auch in Epheser 2v10:“Denn wir sind Sein (Gottes)Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.“ Gott wirkt. Er schenkt uns Leben, Er wirkt die guten Taten. Er hält uns in Christus Jesus und Er macht, dass wir in Seinen Werken wandeln. Wie David sind wir beteiligt, doch das entscheidende Handeln liegt bei Gott. Gott baut sein Reich. Gott allein hat die guten Werke schon erschaffen, in denen wir dann nur noch zu wandeln brauchen. Wir müssen nur noch das ausleben, was Gott bereits gewirkt hat.

Wie kommen wir nur immer wieder darauf, dass wir die entscheidenden Personen sind, dass wir alles schaffen müssen und dass wir Gott etwas bereiten müssten? Wieso erdrücken uns immer wieder die große Verantwortung und die vielen Aufgaben? Wieso denken wir immer wieder, dass alles von uns abhängt und an unserem Einsatz alles liegt? Mögen wir wie Salomo erkennen, als er das Leben seines Vaters betrachtete, dass Gott, der HERR, alles gewirkt hat. Mögen wir erkennen, dass wir in Jesu Kraft durch die Dinge, Aufgaben und Werke schreiten dürfen, die Er schon längst durch Seine Hand bereitet hat.