Klostermühle Das Wort zum Monat Es Fällt Einem Alles Wieder Auf Den Kopf

Es fällt einem alles wieder auf den Kopf.

„Darum soll mein Auge ohne Mitleid auf sie blicken, … sondern will ihr Tun auf ihren Kopf kommen lassen.“
„Denen aber … will ich ihr Tun auf ihren Kopf kommen lassen, spricht Gott.“
„Weil du mich … zum Zorn gereizt hast, darum will ich all dein Tun auf deinen Kopf kommen lassen …“
„Will ich meinen Bund, den er gebrochen hat, auf seinen Kopf kommen lassen.“

Hesekiel 9v10; 11v21; 16v43, 17v19

Gottes Strafe
Viele Menschen halten den Gott des Alten Testamentes für einen furchtbaren, harten und unbarmherzig strafenden Gott. Sie meinen, Gott als richtenden, zerschlagenden, verfolgenden und vernichtenden Gott zu erkennen. Auch wenn Gott in der Geschichte durchaus als Richter erscheint, zeigt sich bei näherem Hinsehen, dass Gott nicht aktiv straft, sondern richtet, indem er den Menschen sein Tun auf ihn zurückfallen lässt. Gott straft eben nicht durch ein hartes Eingreifen. Seine Strafe besteht gerade umgekehrt in seinem Rückzug. Er überlässt den Menschen seinem selbstgewählten Schicksal. Das Tun und Handeln des Menschen wird auf ihn zurückfallen. Er muss das erleiden, was er sich selbst eingehandelt hat. Er muss seine eigene „Suppe auslöffeln“. Der Stein der Sünde fällt auf ihn selbst zurück. Leider tut es das mit unerbittlicher Härte und todbringender Konsequenz. Der gelebte Egoismus endet am Ende des Lebens oft in furchtbarer Einsamkeit. Drogen und Alkohol zahlen ihren Tribut. Sünde endet im Tod. Gottes Strafe ist nicht, dass seine Hand zuschlägt. Seine Strafe besteht darin, dass er seine schützende Hand abzieht. Der Mensch möchte ohne Gott sein und Gott nimmt ihn beim Wort. Der Mensch möchte Herr seines eigenen Lebens sein und Gott lässt ihn gewähren. Der Mensch verweigert den Schutz Gottes durch seine Widerspenstigkeit. Nun muss der Mensch die Konsequenzen tragen.

Die Strafe liegt auf Ihm.
Zum Glück ist dies nicht das letzte Wort. Schon im Alten Testament lesen wir, dass Gott uns eben nicht mit unserem Schicksal alleine lässt. Er durchbricht den Tun-Ergehens-Zusammenhang und greift doch wieder rettend ein. Gott legt seine schützenden Hände wieder über unser Haupt. Sein Sohn Jesus wirft sich in das hinabstürzende Gericht und fängt den Todesstoß auf. Er nimmt unsere Schuld auf sich und lässt uns frei ziehen.  Jesaja 53v4,5 „Fürwahr, er trug unsere Krankheiten und lud auf sich unsere Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unserer Missetat willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm.“ Die Strafe für unser Vergehen, die Konsequenz unserer Sünde, fällt nun nicht mehr auf uns zurück, sie ist auf Jesus Christus gefallen. Er hält seinen Kopf für uns hin, auf dass wir Frieden hätten.