Klostermühle Das Wort zum Monat Begegnen und Reden

Begegnen und Reden.

Exodus 29v42

„Das soll das tägliche Brandopfer sein bei euren Nachkommen am Eingang der Stiftshütte vor dem HERRN, wo ich euch begegnen und mit dir reden will. Daselbst will ich den Israeliten begegnen, und das Heiligtum wird geheiligt durch meine Herrlichkeit.“

Die Stiftshütte ist der Ort der Begegnung.

Hier möchte sich Gott mit seinem Volk treffen. Im Zentrum des alttestamentlichen Kultes steht die Stiftshütte für einen Ort der Begegnung und der Kommunikation zwischen Gott und seinem Volk. Gott geht es um Beziehung. Er will uns begegnen und mit uns reden. Er möchte an unserem Leben teilhaben und mitten unter uns sein. Er äußert sich so, dass wir ihn verstehen können. Er möchte kommunizieren. Gott ist zwar der „unfassbare“ Gott, aber Er verheimlicht nicht seine grundsätzlichen Absichten mit uns. Er offenbart sich. Er möchte verstanden werden. Er sagt, was Er denkt und lässt uns nicht im Dunklen tappen. Alles, was wir wissen müssen, hat er uns gesagt. Seine Worte sind klar und verständlich. So heißt es auch in 2.Mose 25v22:Dort will ich dir begegnen, und vom Gnadenthron aus, der auf der Lade mit dem Gesetz ist, zwischen den beiden Cherubim will ich mit dir alles reden, was ich dir gebieten will für die Israeliten.“

Jesus ist dieser Ort der Begegnung.
Die Stiftshütte ist nur das Vorläufermodell des Tempels. Der steinerne Tempel wiederum ist nur ein Bild für den eigentlichen Ort der Begegnung: Jesus.
Jesus möchte uns begegnen und er möchte mit uns reden. Er offenbart Gottes Heilsabsichten mit den Menschen. Jesus geht den Menschen nach. Er kommt in unseren Alltag. Er zeigt uns den Vater. Jesus redet im Namen des Vaters. So heißt es in Hebräer 1v2:So hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn.“  In Jesus finden wir Zugang zu Gott. Jesus ist der Eingang „zum Allerheiligsten“. Er sagt uns alles, was wir zum Leben und zur Frömmigkeit brauchen. Er redet täglich zu uns, durch sein Wort. An Gott liegt es also nicht, wenn die Kommunikation unterbrochen ist. Es liegt an uns, ob wir uns auf Jesus einlassen, ihn in unser Leben einladen und auf Seine Worte hören.

Wir sind der Ort der Begegnung.
Wenn wir Jesus begegnen und auf Ihn hören, werden wir selbst zu einem Ort, an dem Menschen mit Gott in Kontakt treten können. Die Gemeinde ist nun „der Tempel“ Gottes. Sie ist die Begegnungsstätte des unsichtbaren Gottes mit der sichtbaren Welt. Die Gemeinde redet im Namen Jesu in die verlorene Welt hinein. Sie wirbt, sie lädt ein. Durch uns Christen möchte Jesus zu der Welt reden. Wir dürfen Sein Sprachrohr, seine Kommunikationsplattform sein.